15 Schusswaffeneinsätze im Jahr 2019 verzeichnet – Starker Anstieg bei Elektroimpulspistolen-Einsätzen

 

Die Schweizer Polizeikorps haben 2019 insgesamt 15 Schusswaffeneinsätze verzeichnet. Damit stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um drei Einsätze an.
Erneut stark angestiegen ist die Zahl der Einsätze mit Elektroimpulspistolen. Diese mussten 73 Mal ausgelöst werden, im Vorjahr waren es noch 45 Einsätze gewesen.

 

Die Schweizer Polizeikorps haben im vergangenen Jahr insgesamt 15 Schusswaffen-einsätze gemeldet. Dies sind drei Einsätze mehr als noch im Vorjahr, die Zahl entspricht jedoch dem mehrjährigen Schnitt. Die Mehrzahl erfolgte im Rahmen der Gefahrenabwehr auf Tiere im Bereich von Strassen oder auf Fahrzeuge.

Die Zahl der Einsätze mit Elektroimpulspistolen hat sich gegenüber den Vorjahren stark erhöht. So musste diese 73 Mal eingesetzt werden, verglichen mit 45 Fällen im Vorjahr. In über zwei Dritteln der Fälle standen die Betroffenen unter dem Einfluss von Alkohol und/oder Drogen und in über 45 Prozent der Fälle waren die Personen bewaffnet.

Die gestiegene Zahl der Einsätze mit Elektroimpulspistole dürfte einerseits mit zunehmenden Verbreitung in den Korps zusammenhängen. Andererseits weisen die gestiegenen Zahlen im Bereich der Gewaltstraftaten sowie der Drohung und Gewalt gegen Beamte in der kürzlich veröffentlichte Kriminalstatistik auf ein gestiegenes Gewaltpotenzial hin. «Auch der Einsatz der Elektroimpulspistole erfolgt nicht leichtfertig und ist wie jedes Zwangsmittel an das Prinzip der Verhältnismässigkeit gebunden», erklärt KKPKS-Präsident Stefan Blättler.

 

Kommunikation KKPKS (media@kkpks.ch)

Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS); Jahresbericht 2019

 

Zunehmende Vernetzung gegen Cyberkriminalität

Die Zahl der registrierten Straftaten gegen das Strafgesetzbuch ist 2019 in der Schweiz auf tiefem Niveau stabil geblieben. Angestiegen sind jedoch die Delikte, die dem Bereich Cyberkriminalität zuzuordnen sind. Dazu gehören unter anderem der Betrug und der betrügerische Missbrauch einer EDV-Anlage, aber auch die Herstellung, die Verbreitung und der Konsum von harter Pornografie. Die Schweizer Polizeien begegnen dieser Entwicklung mit einer zunehmenden Vernetzung.

«Die Schweizer Bevölkerung durchlebt in diesen Tagen wegen des Coronavirus eine ausserordentlich schwierige Situation», erklärt KKPKS-Präsident Stefan Blättler. Neben dem Gesundheits- und dem Wirtschaftsbereich sind auch die Sicherheitskräfte gefordert. «Wir wollen alles in unserer Macht stehende tun, um den Menschen zumindest in diesem Bereich Sicherheit zu geben», meint Stefan Blättler. Dementsprechend hat der Führungsstab Polizei bereits zu einem frühen Zeitpunkt die Arbeit aufgenommen und führt ein polizeiliches Lagebild. «Gleich wie auch bei Grosseinsätzen leben wir hier den solidarischen Gedanken über die Kantonsgrenzen hinaus und halten uns bereit, andere Korps bei personellen Engpässen zu unterstützen und die Sicherheit zu gewährleisten», erklärt der KKPKS-Präsident.

Auch in dieser Situation stellt eine der Aufgaben der Polizeien die Aufklärung der Kriminalität im Internet dar und es ist nicht erstaunlich, dass sich Kriminelle bereits jetzt die Situation zu Nutze gemacht haben. Diese Entwicklung wird auch durch die Kriminalitätsstatistik bestätigt. So ist zwar die Zahl der von den kantonalen Polizeikorps gemeldeten und registrierten Straftaten gegen das Strafgesetzbuch laut dem Bundesamt für Statistik 2019 zum siebten Mal in Folge zurückgegangen. Allerdings fiel der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr mit 0,2 Prozent auf 432’000 Delikte geringfügig aus. Während die Straftaten gegen das Vermögen leicht rückläufig waren, stieg die Zahl der Gewaltstraftaten an. So stiegen sowohl die Fälle von schwerer als auch minderschwerer Gewalt an. Zugenommen haben auch die Straftaten gegen die sexuelle Integrität, nämlich von 7’498 auf 8’189 Delikte. Zugenommen haben dabei die Fälle von Vergewaltigungen und insbesondere die Delikte im Bereich Pornografie (+56%).

Netzwerk gegen die Kriminalität im Internet

Ein grosser Teil der Pornografie-Straftaten ist im Internet verübt worden. Dass die Zahl der Cyberdelikte – wie erwartet – weiter ansteigt, zeigt auch die Zunahme der Betrugsdelikte. So musste im Bereich Betrug ein Anstieg um 1’287 auf 17’606 Delikte sowie beim betrügerischen Missbrauch einer EDV-Anlage eine Zunahme um 598 auf 5’583 Delikte verzeichnet werden.

Die kantonalen Polizeikorps und fedpol haben ihre Kräfte im Kampf gegen die Cyberkriminalität weiter gebündelt. Das Netzwerk der Polizeibehörden zur Ermittlungsunterstützung gegen die digitale Kriminalität (NEDIK) setzt sich aus polizeilichen Spezialisten zusammen, die zum Ziel haben, die polizeiliche Zusammenarbeit zwischen den Kantonen und dem Bund zu fördern sowie neue Arbeitsprodukte und effiziente Ermittlungsmethoden zu entwickeln. «Der zeitnahe Austausch untereinander auch zu aktuellen Phänomenen hat sich absolut bewährt», zieht der KKPKS-Präsident Stefan Blättler Fazit. So erlaubt beispielsweise eine aktuelle Fallübersicht die Bündelung der Kräfte und die Zuordnung einer Fallführung. Damit konnten gemeinsame Ermittlungserfolge über die Landesgrenzen hinaus erzielt werden. Dank diesem Austausch lassen sich im komplexen Umfeld von Cyberdelikten die raren Ermittlungsansätze gewinnen. Auch im Bereich der Prävention werden über das Netzwerk Massnahmen gesamtschweizerisch koordiniert und gemeinsame Produkte erarbeitet. «Trotz der verstärkten Ermittlungsmassnahmen sind Sicherheitsvorkehrungen und eine gesunde Vorsicht immer noch das beste Mittel zur Verhinderung von Verbrechen», erklärt Stefan Blättler.

Kommunikation KKPKS (media@kkpks.ch)

Gemeinsam gegen Gewalt im Umfeld von Sport

Die Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz hat sich an ihrer vergangenen Plenarversammlung vom 24. Oktober 2019 in Zürich erneut intensiv mit den Vorfällen und Herausforderungen im Zusammenhang mit «Gewalt im Umfeld von Sport (GiUS)» befasst.

Die Teilnehmenden sehen neben den Behörden auch die Fussballverbände und die Clubs in der Pflicht, auf die gewaltbereiten Anhänger einzuwirken.

In der Folge hat die Konferenz die folgenden, an ihrer Sommertagung 2019 verfassten, Grundsätze einstimmig bestätigt:

GiUS-Grundsätze de

GiUS-Grundsätze fr

GiUS-Grundsätze it

AUSBILDUNGSPLAN POLIZEI (APP)

Der APP gibt der Grundausbildung der Polizisten/-innen nach BGK 2020 einen klar definierten Rahmen. Er basiert auf den gemeinsam entwickelten Kompetenzprofilen «Polizist/-in, Generalist/-in» und löst den bisherigen Rahmenlehrplan ab. Entsprechend wird der APP künftig als gesamtschweizerisches Steuerungsinstrument für die Grundausbildung der Polizei eingesetzt.

 

Deutsch: https://www.edupolice.ch/de/polizeiausbildung/AUSBILDUNGSPLAN-POLIZEI-(APP)

Français: https://www.edupolice.ch/fr/formation-policiere/PLAN-DE-FORMATION-POLICIÈRE-(PFP)

Italiano : https://www.edupolice.ch/it/Formazione-di-polizia/PIANO-DI-FORMAZIONE-DI-POLIZIA-(PFP)

Die Veloprüfung erreicht das digitale Zeitalter


Die Polizeikorps der Schweiz verwenden dieses Jahr erstmals eine nationale Internetplattform für die Fahrradprüfung der Schüler. Digitalisierung zur Verbesserung der Verkehrssicherheit!

 

„So macht Lernen Spass!“ Die Polizeikorps der Schweiz führen einen neuen, national harmonisierten Radfahrertest ein. Die neue Lernplattform im Internet trägt auf spielerische Weise zu einer Verbesserung der Verkehrssicherheit bei. Kinder und Jugendliche werden frühzeitig und nachhaltig über die Regeln und Gefahren beim Radfahren sensibilisiert.

Die Lernplattform ist dreiteilig und steht in Deutsch, Französisch und Italienisch zur Verfügung:
www.radfahrertest.ch / www.testcyclistes.ch / www.testperciclisti.ch
 

Zwölf Schusswaffeneinsätze im Jahr 2018 verzeichnet
nach Tiefststand im Vorjahr

 

Die Schweizer Polizeikorps registrierten 2018 insgesamt zwölf Schusswaffen- einsätze. Gegenüber dem Tiefststand vom Vorjahr bedeutet dies einen leichten Anstieg. Stark angestiegen ist hingegen der Einsatz von Elektroimpulspistolen. So musste in insgesamt 45 Fällen Stromimpulse ausgelöst werden. Im Vorjahr waren es noch 13 Einsätze gewesen.

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