15 Schusswaffeneinsätze im Jahr 2016 registriert

Die Schweizerischen Polizeikorps verzeichneten im Jahr 2016 15 Schusswaffen-einsätze. Die Zahl reiht sich in die Serie der tiefen Werte der Vorjahre ein. Die Elektroimpulspistole wurde im gleichen Umfang wie in den vorherigen Jahren angewendet. Bei acht von 29 Einsätzen reichte die Androhung des Gerätes aus, um die Situation zu beruhigen.

Seit mehreren Jahren ist der Schusswaffeneinsatz durch Angehörige der Polizeikorps auf einem sehr tiefen Niveau konstant. Im Jahr 2014 setzten Polizeikräfte elf Mal die Schusswaffe ein und im darauffolgenden Jahr waren es gemäss Rückmeldungen der Korps deren 15. Die tiefen Werte lassen sich unter anderem mit der umfassenden Schulung in den Bereichen Deeskalation, Kommunikation und Selbstverteidigung erklären. Diese ermöglicht den Polizeikorps, Konfliktsituationen adäquat zu begegnen und nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit die Lage zu entschärfen. Des Weiteren verfügen die Polizeikräfte auch über zahlreiche mildere Einsatzmittel, welche sie vor einem Schusswaffengebrauch anwenden können. Die Schusswaffe wird erst eingesetzt, wenn alle anderen Massnahmen keine Wirkung erzielen. Mit dem Ziel Beteiligte und Drittpersonen zu schützen, wurden Schusswaffen auch als Ultima Ratio zur Gefahrenabwehr von Tieren angewendet.

Der Einsatz von Elektroimpulspistolen befindet sich ebenfalls auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Sowohl 2016 als auch 2015 wurde jeweils in 29 Fällen die Elektroimpulspistole in Anspruch genommen. Nicht immer ist der Geräteinsatz notwendig, um eine entsprechende Wirkung zu erzielen: So reichte in acht von 29 Fällen die Androhung eines Elektroimpulspistolen-Einsatzes aus, um die Situation zu stabilisieren.

Nationaler Tag des Einbruchschutzes 2016

Gemeinsam gegen Einbruch!

Am Montag, 31. Oktober 2016, führen die Schweizer Polizeikorps den zweiten nationalen Tag des Einbruchschutzes durch. In zahlreichen Aktionen sensibilisieren sie die Bevölkerung zum Thema Einbruchschutz und geben Präventionstipps ab.

Einbrüche können jeden treffen. Neben dem materiellen Schaden macht bei einem solchen Ereignis vor allem die Verletzung der Privat- und Intimsphäre zu schaffen. Zu wissen, dass ein Fremder gewaltsam in die eigenen vier Wände eingedrungen ist, kann das Sicherheitsgefühl der Geschädigten nachhaltig beeinflussen.

Um gemeinsam gegen Einbrecher vorzugehen, koordiniert die Schweizerische Kriminalprävention (SKP) den nationalen «Tag des Einbruchschutzes». Mit Informationsanlässen und weiteren Aktionen machen die Polizeikorps am 31. Oktober 2016 auf Massnahmen zum Schutz vor Einbrüchen aufmerksam. Der nationale Aktionstag wird bereits zum zweiten Mal in der ganzen Schweiz durchgeführt.

Die Bevölkerung nimmt beim Verhindern von Einbrüchen eine bedeutende Rolle ein: Einerseits sind individuelle Schutzmassnahmen ein wirksames Mittel, andererseits leisten sie mit Verdachtsmeldungen einen wertvollen Beitrag zur Verfolgung der Verbrecher.

Weitere Informationen finden Sie unter www.gemeinsam-gegen-einbruch.ch.

Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS); Jahresbericht 2015

Die Zahl der Straftaten erstmals unter 500'000
 

Mit 487'611 erfassten Straftaten gegen das Strafgesetzbuch wird in der Schweizerischen Kriminalstatistik 2015 erstmals die 500'000-Grenze unterschritten. Dies ist der tiefste Wert seit der Revision der Statistik im Jahr 2009. Insbesondere die Zahl der Einbruchdiebstähle (-19%) und der Raube (-21%) hat massiv abgenommen.


Die Gesamtzahl der Straftaten gegen das Strafgesetzbuch ist schweizweit gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent gesunken und hat gemäss dem Bundesamt für Statistik mit 487'611 Delikten einen neuen Tiefstand seit 2009 erreicht. Der Rückgang der Straftaten in der polizeilichen Kriminalstatistik wird seit 2013 beobachtet und lässt sich mit der steten Abnahme an Vermögensdelikten, welche mehr als zwei Drittel der Delikte gegen das Strafgesetzbuch ausmachen, begründen.

19 Prozent weniger Einbrüche

Bei den Vermögensdelikten fällt 2015 die zweistellige Abnahme bei fast allen Diebstahlsarten auf. Beispielsweise hat die Zahl der Einbruchdiebstähle im Vergleich zum Vorjahr um rund einen Fünftel auf 42'416 abgenommen, was einem Rückgang von angehend 10'000 Fällen entspricht. Beim Taschendiebstahl wurden 18 Prozent und beim Fahrzeugeinbruchdiebstahl 13 Prozent weniger Straftaten registriert. Diese erfreulichen Ergebnisse sind unter anderem auf die grossen Anstrengungen der Polizeikorps zurückzuführen, welche die Bevölkerung sensibilisieren und sich mit sichtbarer Präsenz, Präventionskampagnen sowie repressiven Massnahmen für den Schutz der Bürger und ihr Hab und Gut einsetzen. Jedoch sind nicht alle Vermögenstraftaten rückgängig, wie die Zunahme von Betrug und Veruntreuungsdelikten um jeweils 24 Prozent veranschaulicht.

Anstieg bei häuslicher Gewalt

Wie bereits in den vergangen Jahren sind 2015 die Delikte gegen Leib und Leben zurückgegangen (-102 Straftaten). Während schwere Gewaltdelikte konstant geblieben sind, haben minderschwere Gewaltstraftaten abgenommen. Dazu gehören beispielsweise einfache Körperverletzungen (-5%) sowie Raubdelikte, welche gegenüber dem Vorjahr um rund einen Fünftel gesunken sind. Taten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt haben hingegen um 11 Prozent auf 17'297 Delikte zugenommen. Der starke Anstieg ist unter anderem auf eine Veränderung im Rapportierungssystem zurückzuführen.

Zunehmende Gewalt und Drohung gegen Beamte

Die Anzeigen bei Gewalt und Drohung gegen Beamte, welche unter anderen auch Polizeiangehörige betreffen, haben gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent (+241 Straftaten) zugenommen. Hierbei handelt es sich um eine Entwicklung, welche die Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz mit Besorgnis verfolgt. Ausserdem deuten Entwicklungen der Vergangenheit daraufhin, dass die Gewalt zunehmend schwerer wird.

Gemischte Bilanz bei Sexualdelikten

Eine leichte Zunahme von Straftaten gegen die sexuelle Integrität (+4%) ist aufgrund vermehrter Anzeigen bei Exhibitionismus (von 514 auf 591 Straftaten) und übriger Straftaten gegen die sexuelle Integrität (+28%) festzustellen. Letztere lassen sich vor allem mit einem Anstieg der unzulässigen Ausübung der Prostitution (+24%) erklären. Die Zahl der Vergewaltigungen (-4%), sexuellen Handlungen mit Kindern (-6%) und Pornographie (-8%) sind hingegen leicht gesunken.

Illegale Ein- und Ausfuhr von Hanfprodukten

Die Mehrheit der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz bezog sich auch 2015 auf den Konsum (44%) und den Besitz/Sicherstellung (39%) von illegalen Substanzen, wobei mehrheitlich Hanfprodukte (60%) konsumiert wurden. Ferner fällt im Bereich des Schmuggels die Steigerung von Einfuhr, Ausfuhr sowie Transit leichter Fälle um 139 Prozent ins Auge. Diese Veränderung lässt sich mit der zunehmenden Sicherstellung von Hanfsamen beim Zoll erklären.

Vermehrte Verletzungen gegen Einreisebestimmungen

Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz sind gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent auf 42'184 angestiegen. Wesentlich dazu beigetragen haben rechtswidrige Ein-/Ausreise und Aufenthalte (+11%). In dieser Kategorie fallen die vermehrten Verletzungen gegen Einreisebestimmungen (+31%) besonders ins Gewicht.

Weniger Beschuldigte im Asylbereich

Seit 2009 nimmt bei Widerhandlungen gegen das Strafgesetzbuch die Anzahl der beschuldigten Minderjährigen kontinuierlich ab und erreichte 2015 den tiefsten Wert. Auch bei den 18- bis 24-Jährigen wurde mit 14'157 Beschuldigten ein neuer Tiefstand verzeichnet. Des Weiteren ist bemerkenswert, dass trotz zunehmender Asylgesuche, die Zahl der verzeigten Beschuldigten aus dem Asylbereich erneut gesunken ist (-19%).


Präsident KKPKS
Kommandant Dr. Stefan Blättler

 

Schweizerische Sicherheitsbefragung 2015

Weniger Personen Opfer von Straftaten


Die Schweizerische Sicherheitsbefragung 2015 zeigt erfreuliche Resultate: Fast in allen Deliktsarten sind die Zahlen im Vergleich zu 2011 gesunken. Die Bevölkerung sieht jedoch vermehrt Probleme in den Bereichen Vandalismus sowie Einbruch, Diebstahl und Raub. Die Befragung wurde von der Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz (KKPKS) in Auftrag gegeben, um ein repräsentatives Bild über die Sicherheitsbedürfnisse der Schweizer Bevölkerung zu erhalten.


Die Schweizerische Sicherheitsbefragung, welche seit mehr als 30 Jahren regelmässig durchgeführt wird, gibt Aufschluss über langfristige Entwicklungen in der Kriminalität: «Nach einem Aufwärtstrend in den letzten Jahren kann nun ein Rückgang der Straftaten verzeichnet werden», hebt der Studienleiter, Prof. Dr. Martin Killias, hervor.

«Insbesondere beim Diebstahl sowie bei Tätlichkeiten und Drohungen nahmen die Straftaten gegenüber der letzten Befragung im Jahr 2011 deutlich ab», hält Prof. Killias fest. Die Ergebnisse der Sicherheitsbefragung decken sich mehrheitlich mit den Polizeilichen Kriminalstatistiken der vergangenen Jahre.

Jüngere vermehrt von Tätlichkeiten und Drohungen betroffen

Von den 2000 Befragten gaben 7,9 Prozent an, in den letzten fünf Jahren Opfer einer Tätlichkeit oder Drohung geworden zu sein. Dies sind 2,1 Prozent weniger als vor fünf Jahren. Die unter 39‐Jährigen waren dabei signifikant mehr betroffen als ältere Befragte. «Dieses Phänomen lässt sich schon länger beobachten», erklärt Dr. Stefan Blättler, Präsident der KKPKS. «Die höheren Opferraten bei jüngeren Personen könnten mit dem Ausgehverhalten zusammenhängen.» Im Unterschied zur Befragung im Jahr 2011 wurde dagegen kein statistisch signifikanter Unterschied nach Geschlecht mehr festgestellt.

Gemäss Prof. Killias deuten die Ergebnisse auf einen Rückgang körperlicher Übergriffe im Allgemeinen hin. Zudem zeigte sich, dass die Schwere abgenommen habe. Die Raubdelikte nahmen gegenüber der Befragung im Jahr 2011 dagegen leicht zu (+0,4 Prozent). «Seit der ersten Durchführung stellen wir beim Raub eine kontinuierliche Zunahme fest», bestätigt Prof. Killias. Fundierte Aussagen über die Ursachen liessen sich jedoch nur mittels weiterer wissenschaftlicher Studien eruieren.

Vandalismus als dringendstes Problem

Obwohl 2015 mit 8,4 Prozent weniger Befragte angaben, dass es störende Dinge auf der Strasse gibt (2011: 11,6 Prozent), orten die Befragten mehr dringende Probleme in den Gemeinden. Während 2011 jeweils ein knappes Drittel der Meinung war, dass es keine dringenden Probleme zu lösen gibt, war es 2015 noch ein Viertel. Am meisten beschweren sich die Befragten über Vandalismus sowie Einbrüche, Diebstahl und Raub. «Wir nehmen diese Anliegen ernst und werden uns weiterhin mit präventiver Präsenz, Präventionskampagnen sowie der konsequenten Ermittlungsarbeit dafür einsetzen, dass sich die Situation verbessert», betont der KKPKS‐Präsident.

Mehr als acht von zehn Personen fühlen sich in der Schweiz sicher

85,3 Prozent aller Befragten fühlen sich auch nach Einbruch der Dunkelheit alleine auf der Strasse sicher. Dieser Wert nimmt seit seiner Erfassung im Jahr 2000 stetig zu. 11,3 Prozent gaben an, in den vergangenen 12 Monaten konkret Angst gehabt zu haben, Opfer eines Verbrechens zu werden. «Dieses Ergebnis ist zwar erfreulich tief, aber
es ist unsere Aufgabe, dass sich alle Personen in der Schweiz sicher fühlen. Wir tun mit den vorhandenen Ressourcen alles nur Mögliche dafür», erklärt Dr. Blättler.

Präventionskampagnen in den Köpfen verankert

Trotz leicht gesunkener Einbruchszahlen halten es deutlich mehr Personen für wahrscheinlich, dass im nächsten Jahr versucht wird, in ihre Wohnung einzubrechen (+7,7 Prozent). Die Sicherheitsbefragung zeigt hingegen auch, dass die Bevölkerung sich vermehrt mit dem Thema Einbruchdiebstahl auseinandersetzt. So bestätigen fast 60
Prozent der Befragten, eine Kampagne gegen Einbruchdiebstahl zu kennen.

Generell ist der Bekanntheitsgrad der Präventionskampagnen gegenüber 2011 auf 61,3 Prozent gestiegen (+7,1 Prozent). Ausserdem hat sich der Anteil derjenigen, welche ihr Verhalten aufgrund einer Kampagne geändert haben, erhöht. Beispielsweise gibt ein Drittel der Befragten an, sich im Internet vorsichtiger zu verhalten (+9,3
Prozent). Zudem ist der Anteil der Personen, welche Massnahmen gegen Einbruchdiebstahl getroffen haben, um 8 Prozent gestiegen. «Die Zahlen zeigen, dass unsere Botschaften in den Köpfen der Bevölkerung verankert sind», ist Martin Boess, Direktor der Schweizerischen Kriminalprävention, überzeugt. «Der Anteil muss aber weiter gesteigert werden.»

Grosses Vertrauen in die Polizei

Ebenfalls erfasst wurde die Einstellung der befragten Bevölkerung zur Polizei. Fast neun von zehn Befragten (87,9 Prozent) gaben an, der Polizei zu vertrauen. Insbesondere der starke Vertrauensanstieg bei Personen unter 26 Jahren ist erfreulich, wobei die Werte in Folge anderer Frageart nur bedingt vergleichbar sind. Mehr als 70 Prozent
beurteilen die Arbeit der Polizei mit einer Schulnote fünf oder höher, über 90 Prozent der Befragten bezeichnen die Anstrengungen zur Bekämpfung der Kriminalität als ziemlich bis sehr gut. Des Weiteren ist die Zufriedenheit mit der Arbeit der Polizei nach einer Anzeige auf hohem Niveau stabil. Die Polizeipräsenz wird von mehr als 60
Prozent als genügend eingeschätzt. Während über 39‐Jährige die Präsenz mit 54,6 Prozent als ausreichend bezeichneten, waren es bei den unter 26‐Jährigen über 70 Prozent. Dies ist unter anderem auf vermehrte Patrouillen an Brennpunkten und neuralgischen Stellen zurück zu führen.

Über die Schweizerische Sicherheitsbefragung

Die Schweizerische Sicherheitsbefragung 2015 wurde im Auftrag der KKPKS durch die Firma Killias Research & Consulting (KRC) durchgeführt. Sie knüpft an frühere nationale Studien des International Crime Victimization Survey (ICVS) an und basiert auf einer Stichprobe von rund 2‘000 Personen. Die Studie ermittelt das subjektive Sicherheitsgefühl, die Einstellung gegenüber der Polizei sowie die Erfahrungen der Schweizer Bevölkerung als Opfer einer Straftat. Ein Teil dieser Straftaten wird aufgrund fehlender Anzeigen nicht zwingend in amtlichen Statistiken aufgenommen. Die Befragung selbst wurde vom Umfrageinstitut gfs‐zürich zwischen Mai 2015 und September 2015 durchgeführt. Die Rücklaufquote beträgt 66.5 Prozent.

Kommunikation KKPKS (media@kkpks.ch; Tel. 031 638 90 91)

Den nationalen Bericht, die Präsentationen der Medienkonferenz sowie die Medienmitteilung finden Sie untenstehend in
elektronischer Form:

KKPKS bündelt Kräfte

Koordination der Einsatzkräfte durch Führungsstab Polizei

Die Mitglieder der Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz (KKPKS) haben an ihrem zweitägigen Treffen in Sarnen (OW) die aktuellen Herausforderungen der schweizerischen Polizei diskutiert. Insbesondere das Vorgehen im Falle eines Terroranschlages und damit verbunden der Führungsstab Polizei wurde thematisiert.

Die Kommandanten der Schweizer Polizeikorps versammelten sich am Donnerstag, 29. Oktober 2015, und am Freitag, 30. Oktober 2015, in Sarnen zu ihrer Jahreskonferenz sowie zu einer Arbeitstagung. «Die Schweizer Polizeikorps bündeln ihre Kräfte und treffen im Falle eines terroristischen Anschlags gemeinsame Massnahmen», kündigte Stefan Blättler, Präsident der KKPKS, an. Bei einem drohenden oder verübten Terroranschlag setzt die KKPKS den Führungsstab Polizei ein. Dieser koordiniert die polizeilichen Einsatzkräfte und unterstützt die betroffenen Kantone. Zudem arbeitet er eng mit den Krisen- und Führungsorganen von Bund und Kantonen zusammen.

«Die Bewältigung eines solchen Ereignisses liegt natürlich primär bei den Polizeikräften der betroffenen Kantone», betont der KKPKS-Präsident, «doch sind sie nicht zuletzt aufgrund der Kleinräumigkeit der Schweiz auf die subsidiäre Unterstützung aller Parteien angewiesen.» Aus diesem Grund wurde die Koordination von Schutz-, Fahndungs- und Ermittlungsarbeit zusätzlich verstärkt.

Es geht darum abzusprechen, wer bei einem Terroranschlag welche Unterstützung bieten kann und mögliche Schwerpunkte je nach Lageentwicklung vorzubereiten. Dazu gehören beispielsweise die gemeinsame Verfolgung von Tätern, der abgestimmte Schutz von gefährdeten Objekten, Infrastrukturen und Personen oder die laufende Auswertung der Ergebnisse und die Rückkoppelung mit der Fahndung. «Es ist wichtig, die betroffenen Kantone so rasch und so effizient wie möglich zu unterstützen. Deshalb ist Vorbereitung das A und O», ist Stefan Blättler überzeugt.

Der aus Fachleuten der Polizeikorps zusammengesetzte Führungsstab ist aus dem sogenannten IKKS (Interkantonalen Koordinationsstab) hervorgegangen, welcher beispielsweise auch beim WEF zum Einsatz kommt. Der Führungsstab selbst, der auch andere polizeiliche Grosslagen auf nationaler Ebene koordiniert, ist dem Präsidenten der KKPKS unterstellt.

Kommunikation KKPKS (media@kkpks.ch; Tel. 031 638 90 91)

15 Schusswaffeneinsätze im Jahr 2016 registriert

Die Schweizerischen Polizeikorps verzeichneten im Jahr 2016 15 Schusswaffeneinsätze. Die Zahl reiht sich in die Serie der tiefen Werte der Vorjahre ein. Die Elektroimpulspistole wurde im gleichen Umfang wie in den vorherigen Jahren angewendet. Bei acht von 29 Einsätzen reichte die Androhung des Gerätes aus, um die Situation zu beruhigen.

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